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Montag, 24. September 2018 seit 1997 Sommersemester 2018
FOTOS: Pierre Rosanvallon: Democracy and Populism in the 21st Century

Nächster Vortrag

  • Christoph Möllers


    Die autoritäre Revolte
    Donnerstag, 08.11.2018, 19 Uhr c.t.
    Unter den Linden 6, Senatssaal
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Archiv

Im Archiv werden die Programmhefte vergangener Serien aufgehoben!

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Bisherige Gäste

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Tagung zum 100. Geburtstag von George L. Mosse 6. – 9. Juni 2019

Aus Anlass des hundertsten Geburtstags von George L. Mosse werden sich vom 6. – 9. Juni 2019 drei Generationen von Historikern im Deutschen Historischen Museum in Berlin versammeln, um George Mosses nachhaltigen Einfluss auf die europäische und jüdische Geschichtsschreibung und die Geschichte der Genderstudien zu analysieren.

Historiker aus Deutschland, Israel und den USA werden in Berlin, der Stadt, in der George Mosse seine Kindheit verbrachte, zusammen kommen, um die aus seinen Forschungen sich ergebenden Fragen und Probleme zu diskutieren:

• Wie kann Gender als analytische Kategorie unsere Sicht auf Europa im 19. und 20. Jahrhundert modifizieren?
• Was sind die Grenzen des Liberalismus?
• Welche Rolle spielten rassistische Stereotypen in der politischen Kultur vor und nach 1945?
• Wie haben Historiker Mosses Analyse der Nazi-Ideologie für eine besseres Verständnis des Holocaust fruchtbar gemacht?

Autokratien

Herausforderungen der Demokratie

Die Hoffnung war, dass sich nach dem Ende des Kalten Krieges mehr und mehr Staaten mit einer gewissen Zwangsläufigkeit ‚demokratisieren‘ würden. Seit der Jahrtausendwende wurden diese Erwartungen jedoch zusehends enttäuscht. Unter dem Druck grassierender Globalisierungsängste, mit dem Erstarken populistischer Bewegungen und im Zeichen von Wirtschafts- und Sicherheitskrisen scheint mittlerweile das zur Option geworden zu sein, was man als Autokratie beschreibt: eine Herrschaftsform, die auf Selbstermächtigung und Machtmonopolisierung gründet und die sich durch den Ausschluss des Anderen und Fremden konsolidiert. In der geopolitischen Strategieplanung der Demokratieforschung der 1990er Jahren wurde, zumeist im Auftrag westlicher Staaten, ein weltweiter Systemwechsel beobachtet. Die Vorstellungen vom Autokratismus im Anschluss an die Totalitarismus-Forschung der Nachkriegsjahre haben sich als wenig aussagekräftig erwiesen. Autokraten gelangen heute in populistischer Manier und nicht zuletzt mit Techniken und Praktiken neoliberaler Governance an die Macht. Einmal etabliert, wenden sie sich nicht vom Volke ab, sondern koppeln ihre eigene Berechtigung an messbare Erfolge wie Wohlstand, religiöse und moralische Erneuerungen oder expansive Macht. Autokratien kann man als Hybride verstehen, die die sozialen Systeme von Wirtschaft, Politik und Recht engst möglich verkoppeln. Es gilt, die historische und zeitgenössische Spezifik dieses Machttypus zu erfassen: die ‚elektorale Autokratie‘ im Rußland Wladimir Putins, Recep Erdogans Programm einer islamischen Präsidialautokratie, die Weiterentwicklung der iranischen Theokratie, die in der Volksrepublik China in Aussicht genommene digital gestützte Sicherung der Einparteienherrschaft, nicht zuletzt die verfassungsrechtlich bedenklichen autokratischen Tendenzen in Europa und in den USA.

Die MOSSE-LECTURES an der Humboldt-Universität zu Berlin sind eine Veranstaltungsreihe der:

MOSSE FOUNDATION und der GERDA HENKEL STIFTUNG

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Publikationen

Mosse Almanach 2017. Berlin, 2017

Elisabeth Wagner (Hrsg.)

Historisch nachgezeichnet wird die Berliner Mosse-Topographie, resümiert und dokumentiert wird die wissenschaftliche und öffentliche Tätigkeit der Mosse-Lectures mit über 170 Veranstaltungen in zwanzig Jahren.

Konversionen. Berlin, 2016

Ulrike Vedder, Elisabeth Wagner (Hrsg.)

Mit Originalbeiträgen von Sarah Stroumsa, Stefan Weidner, Christoph Peters, Klaus Briegleb, Thomas Macho, Eric Porath, Hans Joas und Stephen Greenblatt und einigen Abbildungen von James Turell.

Literarische Nachbarschaften. Berlin, 2016

Lothar Müller, Klaus R. Scherpe (Hrsg.)

Mit Originalbeiträgen von Brigitte Kronauer, Reinhard Jirgl, Lutz Seiler, Colm Toibin und Vladimir Sorokin, kommentiert von Lothar Müller und Klaus Scherpe, Bildpräsentation der »materialen Nachbarschaften« Max Wechslers von Elisabeth Wagner.

Europa in anderen Kulturen. Berlin, 2015

Klaus R. Scherpe, Elisabeth Wagner (Hrsg.)

Mit Beiträgen von Sebastian Conrad, Dan Diner, Wang Hui, Andreas Huyssen, William Kentridge, Jürgen Osterhammel, Gayatri Chakravorty Spivak, Elisabeth Wagner und Georg Witte.

Staatsbürgerschaft. Berlin, 2012

Klaus R. Scherpe, Elisabeth Wagner (Hrsg.)

Mit Beiträgen von Étienne Balibar, Norbert Lammert, Philip D. Murphy, Dieter Gosewinkel, Ayelet Shachar, Samantha Besson, Aaron Ezrahi, Moshe Zimmermann, Anja Streiter, Guillermo Kuitca, kommentiert von Elisabeth Wagner.

Korruption. Berlin, 2011

Elisabeth Wagner, Burkhardt Wolf (Hrsg.)

Mit einer künstlerischen Recherche von Maria Eichhorn und mit Beiträgen von Stephan A. Jansen, Herfried Münkler, Ivan Krastev, Susan Rose-Ackerman, Johann Graf Lambsdorff, Gunter Gebauer, Ines Geipel und Wolfgang Schild.

VerWertungen von Vergangenheit. Berlin, 2009

Elisabeth Wagner, Burkhardt Wolf (Hrsg.)

Mit Beiträgen von Elena Esposito, Harun Farocki, Andreas Huyssen, Anselm Kiefer, Christoph Ransmayr, Wendelin Schmidt-Dengler (†) und Elisabeth Wagner.

Odyssen. Berlin, 2008

Elisabeth Wagner, Burkhardt Wolf (Hrsg.)

Mit Beiträgen von: Walter Burkert, Piero Boitani, Klaus Reichert, Friedrich Kittler, Elisabeth Wagner und Burkhardt Wolf.

Kontinent Kafka. Berlin, 2005

Klaus R. Scherpe, Elisabeth Wagner (Hrsg.)

Weitere Beiträge von: Walter H. Sokel, Elizabeth Boa, Gerhard Neumann, Detlef Kremer, Joseph Vogl, Klaus R. Scherpe, Benno Wagner, Elisabeth Wagner und Burkhardt Wolf

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